© Nasser Hashemi

Der Ball

17. Chemnitzer Opernball
16.02.2018 | Opernhaus

Walzerträume, Strangers In The Night, Gold und Silber, Unforgettable, La nuit en rouge: Schon allein die Themen der letzten Opernbälle klingen wie Musik in den Ohren und lassen von Nächten voll ausgelassenem Tanz, heiterem Amüsement und dem Zauber eines einmaligen Erlebnisses träumen. Wie das Motto 2019 lautet? Lassen Sie sich überraschen und seien Sie sich sicher, dass auch diesmal keiner Ihrer Wünsche offenbleiben wird. Längst ist der Chemnitzer Opernball eines der wichtigsten gesellschaftlichen Ereignisse der Stadt und weit über deren Grenzen hinaus ein begehrtes Reiseziel geworden. Das besondere Flair und die persönliche Atmosphäre locken Jahr für Jahr nicht nur Stammgäste, sondern auch immer mehr junge Leute in den schönsten Ballsaal von Chemnitz.


Ball-ABC

Accueil

Accueil heißt ins Deutsche übersetzt Empfang. Das passt gut, da wir uns schon jetzt darauf freuen, Sie am Ballabend im Opernhaus begrüßen zu dürfen. Wie alljährlich üblich, werden Sie von unserem Generalintendant Dr. Christoph Dittrich und Verwaltungsdirektor Hergen Gräper am Eingang empfangen und ins Haus gebeten. Dort erwartet Sie eine NUIT EN ROUGE – eine Nacht in Rot. Die Bedeutungen der Farbe Rot sind äußerst vielfältig und sowohl positiver als auch negativer Natur: Zunächst einmal ist Rot die Farbe des Feuers und des Blutes. Sie symbolisiert Kraft, Dynamik und Energie. Zudem wird Rot mit diversen emotionalen Zuständen verbunden, wie Gefahr und Zorn, aber auch Sinnlichkeit, Leidenschaft und natürlich Liebe. Und für den perfekten Liebesbeweis bieten sich bekanntlich, sofern man die Sprache der Blumen verwenden möchte, rote Rosen an.

Wir laden Sie in der Ballnacht ein, die Grundfarbe mit der höchsten Intensität und Strahlkraft in verschiedensten Nuancen und Facetten zu erleben. Anrüchig soll der Abend bei uns allerdings nicht werden, zumindest nicht vor den Kulissen … Aber immerhin wissen wir spätestens seit Cliff Richard: Rote Lippen sind zum Küssen da. Das können wir einfach nicht abstreiten. Unsere Hoffnung liegt jedoch hauptsächlich in einem weiteren Effekt von Rottönen, nämlich der psychischen und physischen Anregung. Führen Sie also spannende Gespräche und tanzen Sie, bis Ihre Füße Sie nicht mehr tragen wollen. Anschließend können Sie beim Entspannen die wohltuende und wärmende Wirkung der Farbe genießen. Und da Rot auch appetitfördernd wirkt, steht einem genüsslichen Dinner (über welches Sie mehr bei Buchstabe F erfahren) nichts im Weg. Wir hoffen also während unserer NUIT EN ROUGE auf abandon (Ihre Hingabe), admiration (Ihre Bewunderung) und applaudissement (Ihren Beifall).

Bremiere

Wir feiern zum Opernball eine Bremiere! Ja, Sie haben natürlich Recht, es müsste eigentlich „Premiere“ heißen, aber zum einen sind wir in Sachsen, dem Bundesland mit der butterweichsten Aussprache. Zum anderen hätte „Premiere“ nicht zum Buchstaben B gepasst. Gleich zu Beginn unseres Ball- ABCs zu mogeln, ist sicher nicht die feine englische Art, aber was tut man nicht alles, um einen mehr oder weniger eleganten Bogen zum eigentlichen Thema zu finden? Sie, als langjährige und geübte Ball-ABC-Leser wissen ja bereits, dass uns dafür keine Klippe zu steil und keine Stilblüte zu bunt ist. Und sind wir mal ehrlich: Das macht doch den Reiz aus, oder nicht?

Zurück zur Brem … äh … Premiere: Seit der aktuellen Spielzeit 2017/2018 ist der spanische Dirigent Guillermo García Calvo neuer Generalmusikdirektor der Robert-Schumann-Philharmonie und wird erstmals das Galakonzert beim Chemnitzer Opernball leiten. Es verspricht ein ganz besonderes Ereignis zu werden – hat er doch in der Hochburg der Ballkultur, in Wien studiert und mehr als 200 Vorstellungen als Gast in der Wiener Staatsoper dirigiert. Darüber hinaus führte ihn sein künstlerischer Werdegang an diverse renommierte Theater und auf große Konzertpodien, so u. a. nach Bayreuth, Oviedo, Essen, Berlin, Bukarest, Madrid, Nizza, Florenz, Palma sowie Parma. Er leitete Klangkörper wie das London Symphony Orchestra, das Orchester des Maggio Musicale Fiorentino, das Orquesta Sinfónica Nacional de México, das Orquestra Simfònica de Barcelona y Nacional de Cataluñya, das Orquesta Sinfónica de Galicia, das Orquesta Sinfónica de la RTVE, das Orquesta Sinfónica de Madrid, die Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern, die Hamburger Symphoniker, die Essener Philharmoniker und das Orchester der Deutschen Oper Berlin. Sie sehen schon, die Liste ist lang! Nun ist er in Chemnitz angekommen – wir freuen uns auf eine spannende Zusammenarbeit und eine unvergessliche Ballnacht!

Codlea

Aus der rumänischen Stadt Codlea (Zeiden) am Fuße des Zeidner Berges im Kreis Braşov (Kronstadt) in Siebenbürgen stammt die Sopranistin Silvia Micu, die seit Beginn der Spielzeit 2017/2018 als Residenzgast an der Oper Chemnitz engagiert ist. Schon als vierjähriges Mädchen tanzte sie singend um den weiten Rock ihrer Mutter und machte auf ihr musisches Talent und den Drang zur Bühne aufmerksam. Die Musikalität hat sie wohl von ihrer Großmutter väterlicherseits, die immer und überall sang – nicht nur im Kirchenchor, wie sich Silvia Micu erinnert. In der zweiten Klasse entdeckte sie ihre Liebe zum Klavier, der sie zwölf Jahre lang treu blieb. Als der Vater berufsbedingt mit der Familie ins italienische Verona zog, setzte sie ihre Studien dort fort. Nach zwei Jahren kehrte sie mit ihrer Mutter, die Sehnsucht nach der Heimat hatte, nach Rumänien zurück und entschied sich, anstelle der Laufbahn als Pianistin eine Gesangskarriere anzupeilen. Die Möglichkeit, mit der Bewegung des Körpers und der menschlichen Stimme die Facetten der eigenen Persönlichkeit in verschiedensten Rollen spielerisch auf einer Bühne ausdrücken zu können, fasziniert sie bis heute. Und so studierte Silvia Micu ab 2007 Gesang an der Nationalen Musikuniversität in Bukarest, wo sie bereits während ihres Masterstudiums an der Staatsoper Bukarest als Musetta in La Bohème debütierte. Ab 2013 besuchte sie die Masterklasse von Mariana Nicolesco. Sie räumte eine Reihe erster Preise bei Wettbewerben in Rumänien ab. Schließlich zog die Liebe sie nach Deutschland, wo sie 2016 ihr Debüt als Adina in Donizettis Der Liebestrank am Staatstheater Wiesbaden gab. Nach Gastengagements als Mimi in La Bohème und Gräfin Almaviva in Die Hochzeit des Figaro in Pforzheim ist sie nun in Chemnitz zuhause, wo Kollegen schnell zu Freunden geworden sind. Sie liebt es, mit ihnen auf der Opernbühne in immer wieder neue Rollen zu schlüpfen, ob als Susanna in Die Hochzeit des Figaro, in der Hosenrolle des Oscar in Ein Maskenball oder als Almirena in Rinaldo.

Debüt

Ursprünglich 1780 in Großbritannien durch König George III. zum Geburtstag seiner Gattin Charlotte begründet, galt das Debüt als Brauch, um junge Damen im Rahmen eines festlichen Balls offiziell bei Hofe vorzustellen. Bis ins Jahr 1958 wurde diese Präsentation der heiratsfähigen Frauen am Londoner Hof zelebriert, dann jedoch durch Königin Elisabeth II. abgeschafft, die dieses Prozedere nicht mehr für zeitgemäß erachtete. Geblieben ist davon die Tradition, den ersten Ball-Auftritt junger Menschen auf besondere Art zu zelebrieren. Dies erfreut sich sowohl bei den erfahrenen Ballgästen, als auch bei den „Frischlingen“ nach wie vor großer Beliebtheit, wie Sie es auch beim 16. Chemnitzer Opernball wieder erleben werden.

Auf der Opern- und Konzertbühne ist das Debüt mit dem ersten öffentlichen Auftritt in einer Rolle oder an einem Haus verbunden. Davon hat der koreanische Tenor Sung Kyu Park schon mehrere hinter sich. Nach seinem Gesangsstudium in Seoul, im französischen Flaine und in Italien war er u. a. zu Gast in Modena, Ferrara, Livorno, Piacenza, Florenz, Neapel, Bergamo, Triest, Dessau, St. Gallen sowie am Royal Opera House Covent Garden. In seiner Repertoireliste sind Partien wie Turiddu, Radames, Cavaradossi, Pinkerton, Calaf, Andrea Chenier und Ernani zu finden. Wenn er im März 2018 als Gustavo III. in Verdis grandioser Oper Ein Maskenball auf der Bühne des Chemnitzer Opernhauses steht, dann wird das sicher ein ganz besonderer Moment für ihn sein, denn er singt diese anspruchsvolle Tenor-Partie zum ersten Mal – er debütiert also. Doch nicht nur für den Debütanten selbst ist die Situation besonders, sondern auch für alle, die mit ihm auf und hinter der Bühne sowie im Orchestergraben die Vorstellung gestalten. Und nicht zuletzt spürt auch das Publikum den Zauber dieses Augenblicks. Die ersten Worte von Gustavo III. alias Sung Kyu Park sind übrigens: „Meine Freunde ... und ihr, die ihr mir gleich lieb seid! Ich wache über euch, damit eure gerechtfertigten Bitten erfüllt werden.“ Auch wenn er bei seinem Haus-Debüt im Galakonzert des Opernballs nicht Ihre persönlichen (Musik-)Bitten erfüllen kann, so lassen seine Leidenschaft und sein außergewöhnliches Timbre garantiert keine musikalischen Wünsche offen.

Erfolge

Erfolge scheint Katrin Weber nur so zu sammeln – beim Bühnenund Fernsehpublikum, bei den Juroren des Franz-Grothe- Preises und jetzt auch im Buchhandel. Als sie vor einem Jahr zum zweiten Mal tat, was jetzt zum Glück ein drittes Mal in ihrem Terminplan steht – den Chemnitzer Opernball moderieren –, da kündigte sie das baldige Erscheinen ihrer Memoiren an. Längst ist dieser Band inzwischen ein Bestseller, dessen Titel Sie werden lachen dem Publikum nicht zu viel verspricht. Denn nur auf den ersten Blick ist Katrin Weber eine Diva, deren Eleganz und Charme fast schon nostalgisch wirken: „Sie scheint aus einer Zeit zu stammen, als Frauen schon Selbstbewusstsein hatten, aber noch Manieren“, formuliert es Stefan Schwarz, der Co-Autor des Buches. In Sekundenschnelle aber kann Katrin Weber zu ihrer zweiten Seite umschalten, ihrem Talent zur Komik. Im Buch bekennt sie, dass es oft eine ungewollte Komik war – etwa wenn sie stolz und elegant über den roten Teppich des Chemnitzer Opernhauses schritt, ohne eine handbreite Laufmasche im Strumpf zu registrieren. Den Beschluss, eine Diva zu werden, fasste die gebürtige Plauenerin schon im Kindergarten. Aus einem Missgeschick heraus: Bei der Faschingsfeier ließ sie ihren imitierten chinesischen Fächer fallen, über den die anderen Kinder achtlos hinwegtrampelten. In Sphären, „wo der Handkuss und der galante Arm praktiziert werden“, wollte sie sich künftig aufhalten – unverkennbar also bei Ereignissen wie dem Chemnitzer Opernball. Glücklicherweise wurde ihr Gesangstalent früh erkannt und in der Musikschule Clara Wieck Plauen sowie an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden gefördert und ausgebaut – als erste erwarb sie dort einen Abschluss, den es vorher gar nicht gab: „Musical/Chanson-Fachstimme“. Viele Musicalrollen, Show- und Kabarettprogramme, Bühnenund Fernsehauftritte später führt sie jetzt wieder durch den Ballabend, erneut ausgestattet vom Modesalon Hella Erler und dem Juwelier Roller, zeigt Charme und Eleganz und lässt durch ihren Sinn für Humor erkennen, wie bodenständig sie geblieben ist.

Fastenkur

Hand aufs Herz: Haben Sie auch jedes Jahr nach den Weihnachtsfeiertagen das Gefühl, dass Sie dringend eine Fastenkur bräuchten? Erst recht, wo doch der Opernball vor der Tür steht und Sie den Smoking nicht mit dauereingezogenem Bauch ausführen bzw. das vor Wochen bestellte, maßgeschneiderte Kleid nicht ungetragen per Tauschbörse einer anderen Ballkönigin überlassen möchten. Keine Sorge! Schon Franz Grillparzer stellte fest: „Essen muss der Mensch, das weiß ein jeder, und was er isst, fließt ein auf all sein Wesen. Esst Fastenkost, und ihr seid schwachen Sinns; esst Braten, und ihr fühlet Kraft und Mut.“ Andererseits ist beim griechischen Arzt Hippokrates zu lesen: „Wer stark, gesund und jung bleiben will, sei mäßig, übe den Körper, atme reine Luft und heile sein Weh eher durch Fasten als durch Medikamente.“ Also doch fasten? Vielleicht! Aber sicher nicht im Sinne der zahlreichen Diätvorschläge, die wahlweise den ausschließlichen Konsum von Nudeln, Kartoffeln, Reis, Kohlsuppe oder gar Schokolade empfehlen. Apropos Schokolade: Anlässlich des fünfjährigen Ball-ABCJubiläums wollen wir Ihnen endlich das Geheimnis unserer gutgelaunt- kreativen Texte verraten. Am besten schreiben sich diese nämlich mit viel Schokolade im Bauch – Fasten wäre da eher kontraproduktiv.

Nun fällt es leicht, den Bogen zum wohl wichtigsten Thema des Balls (gleich nach der Kleiderfrage und der Gästeliste) zu schlagen: Was gibt es zu essen? Beim diesjährigen Chemnitzer Opernball haben Andrea und Christian von Walderdorff vom Rosenpalais Catering Regensburg mit ihrem Team das kulinarische Zepter übernommen. Sie verfügen über langjährige Erfahrung im Cateringbereich für exklusive Großveranstaltungen, u. a. für die Thurn und Taxis Schlossfestspiele in Regensburg und das Deutsche Schiff bei den Olympischen Sommerspielen in Athen. Auf ihrem Menüplan steht: Variationen vom Ikarimi-Lachs mit Gurkenrelish und Apfel-Sellerie-Vinaigrette, gebackene Wachtelbrust, Tatar von roter Bete und Petersiliencrèmesauce sowie Kalbsfilet auf Kürbispüree, Rosmarinpolenta und Pilze in Oloroso-Sherry. Da können wir uns nur dem Credo der Walderdorffs anschließen: „Natürlich genießen und das mit allen Sinnen!“ – und das Fasten aufs nächste Jahr verschieben.

Giraffenhals

Giraffen sind eigentümliche Tiere: Sie haben weiche Hörner, ein geometrisches Fellmuster und vor allem einen ungewöhnlich langen Hals. Wie wir Menschen besitzen sie nur sieben Halswirbel, die aber stark in die Länge gestreckt sind. Forscher rätseln bis heute, wie diese Tiere zu einer so besonderen Anatomie gekommen sind.

Einen solchen Giraffenhals könnten die Gäste des Balls bekommen, wenn Sie mit einem perfekten Outfit durch das Opernhaus lustwandeln. Was wäre denn der Ball ohne eine atemberaubende Garderobe? Die Herren der Schöpfung haben es ja immer verhältnismäßig leicht. In James Bond-Manier kleidet sich Mann in einen dunklen Anzug mit Fliege, einen Smoking oder Frack – Problem gelöst. Den Damen bleibt zwar nur die Option eines bodenlangen Kleides, doch genau darin liegt das Dilemma: Einer der Hauptgründe, ein gesellschaftliches Event wie den Opernball zu besuchen, ist die Möglichkeit, nach Herzenslust schaulaufen zu dürfen. Bietet der Alltag zwischen Büro, Supermarkt und Gartenarbeit eher mäßig Gelegenheit dafür, kann zum Opernball nach Herzenslust flaniert und begutachtet werden. Zwar gibt der Dresscode mit dem bodenlangen Kleid die allgemeine Form vor, jedoch sind den sonstigen Gestaltungsmöglichkeiten keine Grenzen gesetzt. Nur eines sollten Sie bedenken: Gern wählen die Damen ihr Outfit passend zum Motto des Abends – so strahlten die Kleider im Jahr 2016 bei Gold und Silber nur so um die Wette. Bei LA NUIT EN ROUGE liegt es nahe, sich in die betörende Farbe der Liebe zu kleiden. Doch Vorsicht: Zum einen wird das Interieur des Ballsaals natürlich mit roten Elementen gespickt sein und es wäre doch kontraproduktiv, wenn Sie gut getarnt mit dem Hintergrund verschwimmen würden. Zum anderen werden sich bestimmt auch andere Ballgäste in der Mottofarbe kleiden und Sie möchten doch hervorstrahlen! Also: Augen auf bei der Farbauswahl, damit die Hälse beim Anblick Ihres Outfits länger und länger und länger werden ...

Hebefiguren

Hebefiguren – vielleicht sollten die Debütanten die lieber dem Ballettensemble überlassen. Wir wollen niemandem unterstellen, kein Naturtalent zu sein und aus dem Stand eine 1a-Hebefigur zu präsentieren, aber an so einem besonderen Abend möchten wir lieber kein Risiko eingehen. Schließlich ist der Opernball nicht nur für die Gäste ein Highlight, sondern auch für die 44 jungen Tänzerinnen und Tänzer, die mit dem Eröffnungswalzer in der Choreografie von Michal Kristin Ronneburger und Tilo Kühl-Schimmel (Tanzschule Köhler-Schimmel) den Opernbühnenboden einweihen dürfen. Künstlerleben – ein Klassiker von Johann Strauß, der auch gern beim Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker gespielt wird – soll dieses Jahr erklingen, wenn 22 weiß gekleidete Damen und 22 fein zurechtgemachte Herren die Tanzfläche betreten. Gespielt wird der Walzer vom Orchester Divertimento Viennese, sozusagen auch ein Klassiker für unseren Chemnitzer Opernball.

Interessant ist, dass Strauß das Werk nur knapp einen Tag nach dem berühmten Walzer An der schönen blauen Donau schrieb. Während des Deutsch-Deutschen Krieges von 1866 musste Wien eine bittere Niederlage einstecken und die Komponisten- Brüder Strauß – Johann, Josef und Eduard – hatten die Aufgabe, jene heitere Stimmung vergangener Karnevalszeiten zu kreieren, die die Menschen von der ernsten Realität ablenken sollte. Künstlerleben war der Künstlervereinigung Hesperus gewidmet und wurde am 18. Februar 1867 beim Hersperus-Ball im Dianabad- Saal uraufgeführt. Strauß hat damit einen kultivierten und noblen Walzer geschaffen, der all denjenigen Bildhauern, Malern, Dichtern, Autoren, Interpreten und Musikern huldigt, die Wien auf dem Weg zur Bekanntheit geholfen hatten.

Solch ein Walzer, der für gute Stimmung sorgt, passt natürlich vortrefflich zu unserem Ballabend. Wir möchten Ihnen raten, sich rechtzeitig einen guten Platz im Zuschauerraum, an der Tanzfläche oder (unser Geheimtipp) im 1. Rang zu sichern. So brauchen Sie keine Hebefiguren, um Ihrer Partnerin den besten Blick auf die Walzereröffnung zu bieten und können unmittelbar danach selbst losstürmen und übers Parkett fegen.

Inspiration

Wie kommt man in Tanzlaune? Richtig, durch funkenversprühende Musik und professionelle Tänzer mit der Melange aus Athletik, Präzision, Ausdruck und Leidenschaft! Dieses Jahr liefert das Ballett Chemnitz wieder Inspiration für alle, die höchst motiviert das Tanzbein schwingen möchten. Inspiration prägt auch jeden Arbeitstag der Ballettdirektorin Sabrina Sadowska. Die Schweizerin hat als Choreografin und Gründerin des Festivals TANZ | MODERNE | TANZ der Stadt Chemnitz zu einem hervorragenden Ruf in der zeitgenössischen Tanzszene verholfen und wurde 2016 mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Tagtäglich bändigt Sabrina Sadowska die aus vierzehn Nationen stammenden Tänzerinnen und Tänzer ihrer Company, so dass deren vielseitige Talente und Charaktere zu packenden Ballettabenden verschmelzen. Das erfordert Geschick, Einfühlungsvermögen und Kreativität.

Mit drei exklusiven Impressionen ihres Könnens nehmen die Tänzerinnen und Tänzer Sie diesmal mit auf eine Reise. Gestartet wird – natürlich – in Wien mit Franz Lehárs zum Verlieben schönem Ballsirenen-Walzer aus seiner Erfolgsoperette Die lustige Witwe des Jahres 1905. Im Anschluss an den Eröffnungswalzer dürfen Sie erstmal selbst die Bühne erobern. Später geht es mit Astor Piazzolla, der den Tango revolutionierte und mit tiefer Leidenschaft und echter Seele neu entzündete, nach Argentinien. Adiós Nonino entstand 1959 in New York während einer Tournee kurz nach dem Tod seines Vaters Vicente „Nonino“ (Großväterchen) Piazzolla. Fern der Heimat spielte er auf dem Bandoneon erstmals diese trotzige, traurige und melancholische Melodie seines persönlichsten Tangos. Zu nächtlicher Stunde lässt die Company zu dem Song Cumbe-Maita (Ruf der Anden, 1950er Jahre) der peruanischen Folkloresängerin und „Hollywood-Inkaprinzessin“ Yma Sumac noch einmal den Puls höher schlagen. Ihr außergewöhnlicher Stimmumfang von fast fünf Oktaven machte sie weltberühmt. Lassen Sie sich also von dem atemberaubenden Ballett Chemnitz für Ihre ganz eigenen Tanzmomente auf dem Parkett inspirieren!

Je m'appelle

„Je m‘appelle Vinzenz Praxmarer.“ Der Dirigent des Ballorchesters Divertimento Viennese, welches bereits zum fünften Mal den Chemnitzer Opernball begleitet, stand uns Rede und Antwort. Lesen Sie selbst:

Was war der Auslöser für Ihren Wunsch Dirigent zu werden?
Mein erstes Instrument war das Klavier, es folgte bald die Orgel, die mich mit ihren mannigfaltigen Klangfarben faszinierte, wenig später der Kontrabass – doch in Wirklichkeit war es immer der Orchesterklang, der mich magisch anzog. Meine Eltern spielen in einem Orchester und wir besuchten oft die Oper, daher hatte ich viele Möglichkeiten, die großen Meisterwerke früh kennenzulernen. Ich arbeite leidenschaftlich gern mit vielen Menschen zusammen, das hat meinen Wunsch, Dirigent zu werden, sicher weiter beflügelt.

Wie entstand die Idee zu Divertimento Viennese?
Während unseres Musikstudiums haben wir, eine Gruppe von Freunden, Möglichkeiten gesucht, Konzert- Auftritte in der Öffentlichkeit zu finden. Es entstand ein loses Ensemble, vereint durch einen leidenschaftlichen Zugriff auf jede Art von Musik. Einige Jahre später, nach einem erfolgreichen Konzert in Italien, war der Beschluss gefasst, aus dem Ensemble ein professionelles Orchester zu machen. Der hohe künstlerische Anspruch steht bei uns immer im Vordergrund, auf dem Tanzparkett wie auch im Konzertsaal.

Was gefällt Ihnen besonders am Chemnitzer Opernball?
Ich war schon bei unserem ersten Engagement zum Chemnitzer Opernball begeistert von der Eleganz der Gäste und der Opulenz der Ausstattung. Außerdem hat die gastfreundliche Atmosphäre am Theater Chemnitz bei uns allen einen bleibenden Eindruck hinterlassen!

Würden Sie manchmal gern mit einem Musiker tauschen und selbst im Orchester mitspielen?
Sehr oft sogar! Meist als Hornist oder Oboist!

Freuen Sie sich wieder auf das 24-köpfige Orchester aus Wien, das in diesem Jahr erst Stopp beim Ballo Viennese a Milano in Mailand macht, dann über den Ozean zum Viennese Opera Ball in New York fliegt und anschließend direkt nach Chemnitz reist. Mit dabei ist erstmalig auch der Tenor Paul Schweinester, der die Ballstimmung mit seinem Charme und seinem unvergleichlichen Ausdruck bereichern wird. Gemeinsam mit dem Ballorchester Divertimento Viennese wird er bei der Walzereröffnung sowie einigen darauffolgenden Tanzrunden bis in die Nacht hinein für prächtige Tanzlaune sorgen.

Klick

Klick – dieses Geräusch hören Sie rechts und links von unserer Statue des Don Quichotte im Foyer, wenn Sie bei lebhaften Gesprächen und stimmungsvoller Musik darauf achten. Denn zwei Fotografen des renommierten Leipziger Fotostudios Rechtnitz richten dort ihr Opernball-Atelier ein, um Sie im glanzvollen Ambiente dieses Abends im Bild festzuhalten, gestylt und in festlicher Garderobe. Verzichten Sie bewusst auf Selfies, die Sie doch wieder löschen, weil das Licht von der falschen Seite kam und Sie im Gedränge nicht die perfekte Perspektive erwischt haben. Vertrauen Sie stattdessen auf das traditionsreichste Genre der Fotografie. Nachdem 1839 die französische Akademie der Wissenschaften die Erfindung dieser Kunst bekannt machte, waren die frühesten Motive Abbildungen von Personen als Fortsetzung der Porträtmalerei. 1841 wurde das erste europäische Porträt-Atelier in London eröffnet. Wegen der noch mehrere Minuten langen Belichtungszeiten konnten solche Aufnahmen nur in aller Ruhe im Studio entstehen und mussten zudem nachträglich retuschiert werden, da unwillkürliche Augenbewegungen die Pupillen der Porträtierten meist unsichtbar machten. Wie schnell und leicht geht es dagegen heute, Ihr Ballporträt aufzunehmen! Die Fotografen schenken ihre Aufmerksamkeit ganz Ihnen, denn die Technik beherrschen sie spielend, und zaubern Ihnen ein strahlendes Lächeln ins Gesicht. Dem Klicken der Apparate sollten Sie spätestens bis zur Walzereröffnung gefolgt sein, denn sobald die Tanzfläche für alle freigegeben ist, stürzen sich auch die Fotografen ins Getümmel, um mit ihren Bildern die Geschichte dieser Nacht zu erzählen. An ihnen vorbeitanzen können Sie natürlich auch dann noch, um sich auch in schwungvoller Bewegung ablichten zu lassen. Die fotografische Ausbeute der Nacht sehen Sie ab 22.00 Uhr im rechten und linken Seitenparkett. Ihre Wunschmotive bestellen können Sie aber auch nach dem Ausschlafen in aller Ruhe auf der Website des Opernballs. Damit gehören Ihnen schöne Souvenirs, bei deren Betrachten im Familien- und Freundeskreis Ihnen volle Bewunderung sicher ist.

Libration

Mit Libration kommt nun ein Begriff daher, der nichts mit Freiheit, Cuba Libre oder dem Alarmsignal eines Handys zu tun hat, sondern Sie in die Astronomie entführt. Der Mond kreist um die Erde und wendet ihr dabei aufgrund seiner eigenen Rotation, welche genauso lange dauert wie die Umlaufzeit um die Erde, immer die gleiche Seite zu. Allerdings scheint er dabei nach oben und unten sowie nach rechts und links zu pendeln. Dies liegt an einer nicht exakten und um 5 Grad geneigten Kreisbahn. Nicht der Mond schwankt, sondern unser Blickwinkel ändert sich. Da am 10. Februar nur sehr wenig vom Mond zu sehen sein wird, weil er an diesem Abend nur noch als schmale Sichel am Nachthimmel steht, wird das Moondance Orchestra über der Hauptbühne aufgehen und sie musikalisch durch die zweite Hälfte des Abends führen. Das Orchester wurde 2006 für den tschechischen TV-Wettbewerb StarDance gegründet. Der musikalische Leiter Martin Kumžák versammelte dafür viele seiner Freunde aus Prager Jazzclubs um sich, die schon seit Jahren gemeinsam auftraten. Inzwischen zählt das Moondance Orchestra zu den bekanntesten Tanzorchestern in der Tschechischen Republik und ist immer wieder im Fernsehen zu erleben. Mit ihrer abwechslungsreichen Musik zwischen weltbekannten Hits und innovativen Crossover-Sounds überraschen die Musiker ihr Publikum immer wieder neu.

Zum Chemnitzer Opernball wird dieses gut harmonierende Ensemble durch ein vokales Kleeblatt komplettiert. An dessen Spitze steht Frontsängerin Dasha, die bereits seit ihrer Kindheit Musik macht und auch als Solosängerin erfolgreich ist (erst am 27. Oktober 2017 hat sie ein neues Studioalbum veröffentlicht). Sie überzeugt mit ihrer großen Stimme und ihrer einnehmenden Bühnenpräsenz, ist der Stern im Moondance Orchestra und lässt die Musik des Orchesters noch heller strahlen. Die Sängerin, die auch auf der Musicalbühne zu Hause ist und mehrfach ausgezeichnet wurde, arbeitet bereits seit vielen Jahren mit Karel Gott zusammen, den sie immer wieder auf seinen internationalen Tourneen begleitet. Das Moondance Orchestra und die vier Vocalisten werden Sie so sehr in Schwingungen versetzen, dass Sie, wie der Mond, vielleicht auch ein klein wenig ins Schwanken geraten – eventuell könnte das aber auch ein bisschen am bereits erwähnten Cuba Libre liegen …

Mission

Mission (Im)Possible heißt es jedes Jahr für Marion Langer. Sie ist die gute Fee, die sich um Ihre Sitzplätze ganz nah an der Tanzfläche, Ihren Traum-Tischnachbarn und die Umsetzung Ihrer Menü-Extra-Wünsche kümmert. Als langjährige Mitarbeiterin der Besucherabteilung kennt sie jeden Gast des Opernballs – es sei denn, es sind „Ball-Neulinge“, die nach Chemnitz kommen, um sich von der schönen Atmosphäre und hohen Qualität des hiesigen Opernballs zu überzeugen. Sie weiß immer ganz genau, wer mit wem an einem Tisch sitzen und sich den ganzen Abend prächtig amüsieren kann. Denn sie ist diejenige, die die Platzierung für den Abend ausarbeitet, was einfacher klingt, als es in Wirklichkeit ist. Jenseits der Preiskategorien gilt es, besondere Wünsche zu beachten, die das eigentlich große Platzangebot schnell an seine Grenzen bringen. Die Verteilung der Gäste muss wohl durchdacht sein, damit keine Stühle freibleiben oder durch Platzmangel Gruppen oder Paare auseinandergerissen und an unterschiedliche Tische verteilt werden. Gar nicht so leicht bei fast 900 Gästen! Ist diese „Stuhlpolonaise“ abgeschlossen, geht es an die Feinarbeiten. Ab November werden die individualisierten Karten verschickt – individualisiert deswegen, weil Marion Langer bei jeder einzelnen Karte mit Hand die Tisch- und Platznummer einträgt. Eine Aufgabe, die ein Höchstmaß an Präzision verlangt und ihr die eine oder andere schlaflose Nacht beschert. „Ich gebe mir Mühe“, so Marion Langer, „konzentriere mich. Wenn die Gäste am Abend an ihren Tischen sitzen, dann bin ich entspannt. Bis dahin ist es wie ein Karussell.“ Bisher sei immer alles gut gegangen und jeder habe am Abend den perfekten Sitzplatz zum Menü gehabt. Da ja nicht nur nach dem Ball vor dem Ball ist, sondern bei den Theatern Chemnitz irgendwie immer Ball ist, sind schon Bestellungen für 2019 und 2020 eingegangen. Marion Langer braucht selber keine Karte für diesen besonderen Abend, sondern hat ganz dienstlich, entsprechend ihrer Mission, ein wachsames Auge auf die Gäste. Ob sie zum Ball trotzdem ein klein wenig feiern kann? „Ja, aber es ist etwas anderes für mich als Mitarbeiterin. Doch ich genieße es, wenn ich sehe, dass es allen Leuten gefällt.“

Nachwirkung

Nachwirkung entfaltet Ihr Besuch beim Opernball, wenn Sie Tombola-Lose kaufen, die unsere schönen und charmanten Glücksfeen für Sie bereithalten. Die angenehme Nachwirkung für sich selbst empfinden Sie, wenn Ihre Losnummer gezogen wird und Sie später in den Genuss eines Gewinns kommen. Wie Gabriele und Werner Winands: Von weit her, aus Neu-Isenburg bei Frankfurt am Main, reisten sie zum vorigen Opernball an und gewannen einen der Tombola-Hauptpreise, ein Privatkonzert bei sich zu Hause. So fuhr im Oktober 2017 das Mejo-Quartett der Robert-Schumann-Philharmonie – Katarzyna Radomska und Benjamin Fuhrmann (Violine), Ulla Walenta (Viola) und Thomas Bruder (Violoncello) – in Begleitung des Marketing-Chefs und Opernball-Organisators Mario Köppe für einen Abend nach Neu-Isenburg und spielte beim Ehepaar Winands und dessen Gästen.

Gleich doppeltes Losglück beim letzten Opernball hatten Marion und Rainer Grünert: Sie ergatterten die beiden anderen Hauptpreise, erstens eine Fahrt mit dem neuen 5er-BMW zu vier Übernachtungen im Fünf-Sterne-Arosa-Resort Travemünde, zweitens drei Übernachtungen im Hotel König Albert in Bad Elster. Kurz vor Jahresende lösten sie den ersten dieser Gewinne ein, starteten nach Travemünde und brachten schöne Erinnerungen mit. Aber auch wenn Sie keinen Preis gewinnen, hat Ihr Loskauf positive Nachwirkung. Denn wie immer ist der Erlös der Tombola für einen guten Zweck in Chemnitz bestimmt. Diesmal unterstützt er den Verein zur Förderung von Integration durch Sport e. V., der für Geistigund Mehrfachbehinderte Wettkämpfe wie das jährliche Chemnitzer Schwimmmeeting organisiert. Die Bewegungsförderung im Training und die Leistungen im Turnier steigern das Selbstwertgefühl der Teilnehmer: Sie können ihre Fähigkeiten zeigen und Anerkennung gewinnen. Der Verein muss dafür Trainingsmaterial von der Stoppuhr bis zu einer Beschallungsanlage kaufen. Vieles davon kann durch Ihre Hilfe per Loskauf ermöglicht werden.

Obligatorisch

Chris Genteman ist bereits zum sechsten Mal sozusagen obligatorischer Teil des Chemnitzer Opernballs. Gemeinsam mit seiner Band, der Chris Genteman Group – bestehend aus dem Bassisten Hendrik Bertram, dem Schlagzeuger Wieland Götze, dem Gitarristen Arto Mäkelä, dem Keyboarder Martin Schräpfer sowie den beiden Sängern Diana Cerné und David Junior Serame – lädt er auch 2018 die Ballgäste dazu ein, das Tanzbein zu schwingen.

Sie gehören zu den Künstlern, die seit vielen Jahren immer wieder beim Chemnitzer Opernball zu Gast sind. Welche Bedeutung hat dieser Ball für Sie?
Durch das langjährige Vertrauen der Theater Chemnitz ist der Opernball nun schon ein fester Bestandteil in unserer Jahresplanung, und wir freuen uns jedes Mal neu auf das Wiedersehen und einen – immer wieder – fantastischen Abend!

Dieses Jahr heißt das Motto LA NUIT EN ROUGE. Was erwarten Sie von diesem Abend und worauf können sich die Gäste freuen?
Wir sind in erster Linie für das Publikum da und daher dürfen die Gäste von uns einen Abend mit tanzbarer Musik von höchster Qualität erwarten. Aus unserem reichhaltigen Repertoire stellen wir ein Programm zusammen, das auf den Auftrittsort abgestimmt ist. Ich darf Ihnen versprechen, dass sich vor allem unsere wunderschöne Sängerin Diana Cerné aus Lettland zur Farbe dieser besonderen Nacht etwas einfallen lassen wird.

Welche fünf Worte verbinden Sie mit dem Chemnitzer Opernball?
Freundlich – kosmopolitisch – stilsicher – anspruchsvoll – außergewöhnlich!

Und mit welchen fünf Worten würden Sie Ihre Band beschreiben?
Ich möchte nicht einfallslos wirken, aber: Freundlich – kosmopolitisch – stilsicher – anspruchsvoll – außergewöhnlich! Ich habe das wunderbare Gefühl, dass es zwischen den Chemnitzer Gästen und uns einfach super passt.

Psst ...

Psst... es soll doch noch nicht alles verraten werden! Obwohl das Weihnachtsfest längst hinter uns liegt, wird so manches Geheimnis erst am Abend des 10. Februar 2018 gelüftet, wenn der ersehnte 16. Chemnitzer Opernball feierlich eröffnet wird. Gigantisch soll es werden, verwandeln sich doch das ganze Opernhaus und ein Teil des Theaterplatzes in ein riesiges Palais. Wenn Sie, liebe Ballgäste, würdevoll auf dem Platz vorfahren, können Sie mit Ihrer edlen Robe vom Empfangszelt über Foyer, Zuschauerraum, Bühne und Hinterbühne bis zum Rande des goldenen Salons knapp 170 Meter schreitend und tanzend entlangschweben. Federführend für die preisverdächtige visuelle Ausgestaltung ist seit acht Jahren der Leiter der Ausstattungswerkstätten der Theater Chemnitz, Norbert Richter. Kaum hat der letzte Ballgast das Opernhaus verlassen, entwickelt er schon Ideen für den nächsten Opernball. Ab April warten erste Pläne auf den Feinschliff. Der kreative Kopf mit Händchen für Dekoration en détail und Theaterzauber wird auch 2018 gemeinsam mit der gesamten Mannschaft der Werkstätten, Bühnentechnik, Requisite und Beleuchtung keine Mühen scheuen, um ein gediegenes, elegantes Ambiente für eine rauschende Ballnacht zu kredenzen. Damit LA NUIT EN ROUGE die Wirkung ganz und gar entfalten kann, wird ein eigens für diesen Anlass erworbener edler, schwarzer Lounge-Teppich auf 2.800 qm durch das „Ball-Palais“ gerollt. So können die roten Highlights – und natürlich Sie – garantiert ganz groß rauskommen.

Aber was wäre ein Chemnitzer Opernball ohne den betörenden Duft und die natürliche Grazie tausender kunstvoll arrangierter Blumen? Dafür sorgt in jahrelanger treuer Partnerschaft der Gartenfachmarkt Richter, Familienbetrieb seit 1886!

Sie können es kaum erwarten? Dann zählen Sie als glückliche Ballkartenbesitzer schon mal die Tage rückwärts und freuen Sie sich auf LA NUIT EN ROUGE, die enthüllt, wovon Sie schon ein ganzes Jahr lang träumen!

Querfeldein

Querfeldein - das gab es auch noch nicht beim Chemnitzer Opernball. Dieses Jahr wird eine Band Ihre Aufmerksamkeit sicher ganz besonders erregen – die Walk-a-Tones. Das Ensemble, bestehend aus einem Violinisten, einem Kontrabassisten, zwei Gitarristen, einer Sängerin und einem Sänger, gründete sich im Jahr 2002 und hat seitdem unzählige Feiern, Hochzeiten, Geburtstage und sonstige Events mit ihrer Spontaneität und unkonventionellen Art zu etwas Besonderem und Einzigartigem gemacht. Die Walk-a-Tones brauchen nämlich keine Bühne und keine Mikrofone, um ihr Publikum zu begeistern, sondern nur ihre Instrumente und ausgeruhte Füße. Warum? Sie laufen (wie der Name der Band im Prinzip schon verraten hat) als „Walking Band“ quasi querfeldein durch das Publikum. Direkt neben Ihren Stühlen und Tischen werden die Musiker und Sänger stehen und ein breites und bunt gemischtes Repertoire mit allerhand Klassikern zum Besten geben. Dazu gehören Klezmer, Evergreens und Oldies bis hin zu Rock’n’Roll und Popstücken aus der heutigen Zeit – Songs, die jeder kennt, mag und immer wieder gerne hört. Hierbei lassen sie sich auch von den Zuhörern inspirieren, sodass jeder Auftritt unvergleichlich bleibt. Zusätzlich erhalten Sie die außergewöhnliche Chance, einmal ganz nah am musikalischen Geschehen, sozusagen exklusiv mit auf der Bühne zu sein und jede Bewegung beobachten zu können. Sei es die Fingerhaltung des Violinisten oder der Gesichtsausdruck der Sänger – jedes Detail kann von Ihnen eingängig inspiziert werden. Lassen Sie sich daher mitreißen und genießen Sie dieses besondere Erlebnis – so nah waren Sie einer Band bestimmt noch nie. Wir versprechen Ihnen, dass der Funke überspringen wird, auch ohne Strom und Kabel. Also, was denken Sie: Werden Sie wohl Ihre Füße stillhalten können, sobald die Walk-a-Tones mit guter Laune durch die Opernhausflure wandern und für pures Musikvergnügen sorgen? Wir wetten auf jeden Fall dagegen!

Rom

Kennen Sie Gaius Maecenas? Nein, Sie müssen nicht alle Asterix- Bände durchblättern, um diesem Römer auf die Spur zu kommen. Dort würden Sie lediglich Gaius Barfus, Gaius Bonus und Gaius Obtus finden. Warum wir Ihnen mit einer Lektion in Sachen römische Geschichte kommen? Ganz einfach: Gaius Maecenas, der von etwa 70 v. Chr. bis 8 v. Chr. lebte und aus einem alten Adelsgeschlecht stammte, war nicht nur Vertrauter und politischer Berater des römischen Kaisers Augustus, sondern er galt auch als engagierter und fachkundiger Förderer der Künste. Davon profitierten Dichter wie Vergil, Horaz und Properz. „Auch du wirst einmal in aller Menschen Munde sein“, prophezeite Properz dem „Ritter aus etruskischem Königsgeblüt“ und er sollte Recht behalten: Gaius Maecenas‘ Name lebt in dem Begriff „Mäzen“ bis heute fort. Und bis heute gibt es Menschen, die der Kultur, dem Theater im Allgemeinen und dem Chemnitzer Opernball im Besonderen seit langem verbunden sind, die uns unkompliziert und gern unterstützen. Dafür danken wir unseren Hauptsponsoren BMW Niederlassung Chemnitz, Deutsche Bank und Getränke Pfeifer sowie des Weiteren dem Gartenfachmarkt Richter, der Firma Eschenbach, der RAC-Rohrleitungsbau Altchemnitz GmbH, dem Si Wohnungsmarkt, der Rechtsanwaltskanzlei Sittig-Schertgens- Koch Chemnitz sowie der HTM GmbH. „Wenn nur Menschen wie Maecenas da sind, werden Dichter wie Vergil nicht fehlen“, schrieb ein Zeitgenosse des Ur-Mäzens. Oder um es passend zu unserem Thema zu formulieren: Solange Menschen wie unsere Sponsoren da sind mit ihrer Treue zum Theater, ihrer Leidenschaft für die Kunst und ihrem Verantwortungsbewusstsein für die Kulturförderung, muss uns um die Zukunft des Chemnitzer Opernballs nicht bange sein. Solange wird er das bleiben, was er ist: eines der gesellschaftlichen Highlights des Jahres, der Sie, liebe Gäste, aus dem Alltag entführt, Sie verzaubert, mit Musik, Tanz, Show und kulinarischen Genüssen verwöhnt und Ihnen Unterhaltung auf höchstem Niveau bietet.

Schlag

Schlag 12 ist es Zeit für die Mitternachtsshow auf der großen Bühne. Wie es zur Nuit en Rouge passt, bringt sie französische Atmosphäre ins Opernhaus. Gestaltet wird sie diesmal von Kate Ryan. Die belgische Sängerin, Jahrgang 1980, ist seit 2001 im Musikgeschäft aktiv. Ihr Talent erprobte sie aber weit früher: Schon als Kind spielte sie im Café ihrer Eltern bekannte Songs auf der Gitarre oder dem Klavier nach. Vor allem waren es Lieder von Alanis Morissette, 4 Non Blondes, den Pointer Sisters und Aretha Franklin. Die Begabung, sich in Musikstücke einzufühlen und sie zu interpretieren, erprobte sie hier noch mit Instrumenten. Seit ein Produzent ihr Gesangstalent erkannte, nutzt sie dafür auch ihre Stimme. Vor allem von französischen Songs hat sie Coverversionen aufgenommen. French Connection heißt deshalb eine CD, die all ihre musikalischen Ausflüge ins Nachbarland versammelt. Hier nur die bekanntesten: Der erste Titel, mit dem sie 2002 in ihrer Heimat einen Nummer-1-Hit landete, war Désenchantée von der französischen Sängerin Mylène Farmer. Einen weiteren Top-Erfolg in den CD-Charts erzielte sie 2007 mit einer Single, auf der sie die Coverversion von Desireless‘ Voyage, Voyage mit dem selbst geschriebenen Song We All Belong kombinierte. Unter die Top Ten kam ein Jahr später auch ihre Aufnahme des 80er-Jahre-Hits Ella elle l’a von France Gall – aktuell wird er zur Hommage für die am 7. Januar 2018 verstorbene Künstlerin. Kate Ryans Genre ist Dance Music, denn ihre Hits reißen zum Tanzen hin. So wird sie auch in Chemnitz den Saal zum Kochen bringen und auf höchstem Niveau beweisen, dass man zu ihren Songs einfach tanzen muss.

Tarte

Tarte vanille, Eclair de luxe, Macaron jardin du soleil ... leidenschaftliche Küsse unter französischer Sonne. Ein herrlicher Hauch „Petite France“ umschmeichelt uns, wenn wir an diese exquisiten Naschereien aus dem Land der Gourmets und kreativen Pâtissiers denken! Zart schmelzend, verführerisch und einfach einzigartig. Zum Glück brauchen Sie für diese feinsten französischen Köstlichkeiten nicht extra nach Frankreich zu reisen, sondern können sich während des 16. Chemnitzer Opernballs um Mitternacht genüsslich im Operncafé während eines Tanzpäuschens niederlassen und sich wie Gott in Frankreich fühlen! Die Mitarbeiter der Bäckerei Förster aus Glauchau werden Sie nach Art des Hauses im eigens eingerichteten Café Chez forestier, oder um es in der etwas nüchternen deutschen Übersetzung zu sagen: Zum Förster, kulinarisch verwöhnen: Darf es Millefeuille aus Blätterteig mit Crème von weißer Schokolade, ein Dessert Céleste café noir de coco aus Kokoscrumbles, Kokosmousse, Kaffeegelee und Kaffee-Schokomousse, vielleicht auch ein Gugelhupf bordelaise aus Nussbiskuit mit Passionsfruchtcrème oder das Duo du chocolat aus feinster Plantagenschokolade Vollmilch/Zartbitter und Praliné-Crème sein? Sie mögen es lieber tutti frutti? Dann haben wir mit Fraisier, Törtchen aus Erdbeere, Limette und Erdbeergelee, oder Plaisir poire aus Williams Birne, Pistazie und Crème Brȗlée die passenden Gaumenfreuden. Als Krönung warten noch die Champagnerrosétörtchen aus Rosengelee, Champagnermousse und Traube auf Sie. Zum Glück haben die Franzosen die kleinsten und apartesten Törtchen der Welt erfunden. Sehr praktisch, wenn die perfekte Abendrobe die ganze Nacht noch perfekt sitzen soll und Sie dennoch die Lust überkommt. Mit wem Sie naschen, bleibt Ihnen überlassen – feststeht, es werden garantiert die schönsten Sünden sein, die Sie je probiert haben! Aber Vorsicht, es besteht Suchtgefahr! In diesem Sinne wünschen wir Genuss ohne Reue und endlos viele Glücksgefühle der besonderen Art in dieser verführerischen NUIT EN ROUGE!

Unterwegs

Aus dem lebhaften Getümmel des Balls in die Entspannung einer Lounge sind die Genießer unterwegs, die sich Zeit und Ruhe für eine gute Zigarre gönnen möchten. In diesem Jahr verlassen sie dafür erstmals das Opernhaus: Hier gilt seit Beginn dieser Spielzeit ein Rauchverbot. Auch beim Opernball wird es nicht aufgehoben; durch keinen Luftabzug werden also Spuren blauen Dunsts das Aroma der Speisen auf den Buffets beeinträchtigen. Dennoch hat man es zur Raucherlounge nicht weit. Durch den „Königseingang“ an der rechten Seite des Foyers ist sie in einem beheizten Zelt erreichbar. Transportable Holzwände und Sessel strahlen nun hier Gemütlichkeit und Wärme aus. Das fördert den Genuss der Premiumprodukte, die Jörg Churfürst- Pille vom Cigarrencontor aus dem Hotel Chemnitzer Hof für Sie bereithält. Sie sind um die halbe Welt gereist: Aus Kuba, der Dominikanischen Republik, Nicaragua und Brasilien kommen die Longfiller, die ihren Namen daher haben, dass sie mit langen Tabakblättern gefüllt sind: Ganze Blätter – und nicht gerissene wie für Shortfiller – werden von Hand gerollt. Dass die besten Tabaksorten aus der Karibik und Südamerika kommen, liegt am idealen Klima und den Böden, aber auch am Know-how der Verarbeitung, das hier in jahrhundertelanger Tradition perfektioniert wurde. Die gleichen Qualitäten spüren Sie, wenn Sie sich einen bis zu 23 Jahre gereiften Rum gönnen, „der durch seine Süße wunderbar zur Zigarre passt“, wie Jörg Churfürst-Pille sagt – auch dieses Getränk bringt der Kopf automatisch mit der Karibik in Verbindung, wo das dafür nötige Zuckerrohr besonders gut gedeiht und die Kultur der Verarbeitung historisch gewachsen ist. Wenn Sie statt Rum einen Whisky in spezieller Qualität bevorzugen, wandern die Gedanken ebenso automatisch nach Schottland und Irland: Wenn er von dort – und, so Jörg Churfürst-Pille, besonders von der Hebriden-Insel Islay – kommt, gibt ihm das beim Brennvorgang verwendete Wasser aus dem vor Ort gestochenen Torf einen besonders erdigen, rauchigen Geschmack, der den Genuss einer Zigarre ideal ergänzt.

Verführt

Verführt – das ist das perfekte Stichwort für die Geschichte von Sandy und Marcel. Aber keine Angst, wir erzählen hier keinen schnöden Kitschroman nach. Sandy und Marcel sind unsere diesjährigen Orpheus-Bar-DJs. Die beiden lernten sich vor einigen Jahren durch Zufall beim Veranstaltungsmagazin Stadtstreicher kennen. Sie ist beim Magazin angestellt und er sollte damals Fotos zuarbeiten. Als er die Bilder vorbeibrachte, sahen sie sich zum ersten Mal. Von da an verging noch einige Zeit, bis er sie schließlich bei der Eröffnung des Xquisit im Chemnitz Center zum Essen einlud. Schnell entdeckten sie neben der Liebe füreinander auch die gemeinsame Liebe zur Musik und begannen, zusammen Platten aufzulegen. Ihr erster Auftritt fand im Club aaltra auf dem Kaßberg statt. Heute sind die beiden hauptsächlich auf Firmenfeiern, Geburtstagen und Hochzeiten zugegen – er ist dabei vor allem für die Technik zuständig und sie für den künstlerischen Part. Die beiden sind unzertrennlich, es gibt sie nur im Doppelpack. Und als ob diese Liebesgeschichte den einen oder anderen nicht bereits neidisch machen dürfte, können wir Ihnen auch noch verraten: Die beiden haben im letzten Jahr geheiratet. Freuen Sie sich also in der Ballnacht auf das DJ-Duo Heckhorn, das die Orpheus-Bar im Untergeschoss mit Hits, Evergreens, Rock, Pop, HipHop und vielem mehr zum Beben bringen wird. Tanzen und zappeln Sie bis in die frühen Morgenstunden, wenn Marcel und Sandy (die durch ihre roten Haare – passend zum Ballmotto – sofort auffällt) hinter den Plattentellern stehen und Sie mit ihrer Musik-Leidenschaft anstecken. Aber vergessen Sie nicht zwischendurch auch mal einen Schluck zu trinken – dafür sind dieses Jahr wieder die Barkeeperinnen und Barkeeper von der Maroon Bar für Sie da und helfen bei Getränkeauswahlschwierigkeiten gerne weiter. PS: Man darf bei DJ Heckhorn auch Musikwünsche äußern, also zögern Sie nicht, nach Ihrem Lieblingssong zu fragen.

Widerhall

Wissen Sie, wer zum Chemnitzer Opernball in kürzester Zeit die meisten Eindrücke rund um die Highlights im Opernhaus sammeln kann? Es sind nicht die Gäste. Es sei denn, jemand von Ihnen verfügt über einen der goldglänzenden Zeitumwandler, wie ihn Harry Potters Freundin Hermine besitzt, um durch die Zeit zu reisen und an verschiedenen Orten zur gleichen Zeit zu sein. Weder die Mitarbeiter des Service noch die Musiker der Bands und Ensembles haben die Gelegenheit, den Opernball in seiner Gesamtheit auf sich wirken zu lassen. Es sind die Taxifahrer des BMW-Shuttle-Service! Jedes Jahr steht ab Mitternacht ein ganzer Fuhrpark an Automobilen der BMW-Niederlassung Chemnitz zur Verfügung, um die Gäste des Balls innerhalb des Chemnitzer Stadtgebietes sicher und trockenen Fußes nach Hause zu bringen – schließlich möchte niemand frierend an einer Haltestelle auf die nächste Straßenbahn warten oder nur Limonade statt Champagner trinken müssen, um mit dem eigenen Wagen nach Hause fahren zu können. Um die Ballnacht in Gänze abzurunden, brauchen Sie sich bekanntermaßen um Ihren Heimweg keine Gedanken zu machen, sondern greifen einfach auf die Limousinen zurück, die vor dem Eingangszelt wohltemperiert auf Sie warten.

Wenn die Morgenröte also bereits am Saum des Horizonts kitzelt und der Takt der Busse und Bahnen in der Stadt wieder schneller schlägt, steigen unsere Gäste beseelt und beschwingt von den noch frischen Eindrücken der vergangenen Ballnacht in die Fahrzeuge des BMW-Shuttle-Service und erzählen den Fahrern vom Tanz, dem Menü, von den Auftritten der Künstler, von den Höhepunkten der Mitternachtsshow, ob sie einen der begehrten Gewinne bei der Tombola ergattern konnten oder von dem einen oder anderen modischen Fauxpas. Aus erster Hand und ganz direkt erfahren die Chauffeure dann alles rund um die Chemnitzer Nacht der Nächte und können ihr Echo ein kleines bisschen in den Alltag weitertragen.

Xenophilie

Zu Beginn klingt Xenophilie erst einmal unbekannt und eigenartig, vielleicht sogar etwas abschreckend. Doch seine Bedeutung könnte gerade in der heutigen Zeit nicht positiver sein. Aus dem Griechischen von xénos (fremd) und philía (Freundschaft) abgeleitet, handelt es sich bei diesem Wort um die aufgeschlossene wie freundschaftliche Einstellung Fremden gegenüber. Ob Chemnitzer, Stammgast des Opernhauses, Zugezogener oder Reisender, der zum Opernballabend den Haupteingang zum ersten Mal durchschreitet – hier heißt man Sie mit Offenheit und einem freundlichen Lächeln willkommen. Genießen Sie den Abend und fühlen Sie sich ganz wie Zuhause. Für alle Lebenslagen und Notfälle steht Concierge Carmen Epphardt als Ansprechpartnerin und Hilfe für Sie bereit. Im Eingangsfoyer ist sie zur Stelle, wenn Zwischenfälle auftreten, und sei es nur die Suche nach dem Dessertbuffet oder der richtigen Tanzfläche, sie weist Ihnen den Weg. Auch bei textilen Komplikationen können Sie sich vertrauensvoll an unsere Concierge wenden, denn sie ruft bei der klassisch aufgerissenen Naht oder dem losen Knopf die Ballschneiderin herbei. Egal, ob Kleid oder Smoking aus der Fremde kommen oder in Chemnitz maßgeschneidert wurden: Unsere Schneiderin bringt alles wieder in den gewünschten Zustand. Wenn trotz langer Vorbereitungen Make-Up und Frisur nicht mehr sitzen, steht im Souterrain vor der Orpheus-Bar das renommierte Friseur-Team BrockmannundKnödler-Friends Chemnitz für den letzten Schliff bereit. Während des gesamten Ballabends und natürlich schon davor lassen die Stylisten Sie in unserer Beautylounge erstrahlen wie einst die Damen der Belle Époque. Und wenn sich der Ball in den Morgenstunden dann doch seinem Ende entgegen neigt, halten wir mit unserer liebevoll gefüllten Balltüte noch eine Überraschung für Sie bereit. Der Inhalt bleibt wie immer une surprise.

Yin - Yang

In dieser Nacht der Nächte gehen Yin und Yang eine besondere Liaison miteinander ein. In der chinesischen Kultur meint „Yin“ die passive, nach innen gerichtete Energie, gilt als weiblich und steht für Nacht, Dunkelheit und Stille. „Yang“ ist das aktive, impulsgebende Prinzip, wird als männlich bezeichnet und steht für Sonne, Tag, Licht und Bewegung. Klingt das nicht nach dem perfekten Zusammenspiel in einer rauschenden Ballnacht? Oder nach der optimalen Mischung für eine erfüllte, sich ergänzende Partnerschaft?

Christiane und Siegfried Nönnig aus Chemnitz-Wittgensdorf sind seit 51 Jahren miteinander liiert und haben bereits in der Oberschule festgestellt, dass sie nicht nur beim Tanzen wunderbar harmonieren! Seit 44 Jahren sind sie miteinander verheiratet. Auch die Passion für Opernbälle verbindet sie. Doch der Chemnitzer Opernball ist der schönste! Bei der Frage, was das Besondere an ihm sei, kommt Siegfried Nönnig ins Schwärmen: „Etwas Besseres gibt es nicht! In Dresden und Wien gibt es so viel Drumherum, da kommt man kaum selbst zum Tanzen. In Chemnitz stehen nach einem wunderbaren eröffnenden Galaprogramm gleich die Ballgäste und das aktive Tanzen im Vordergrund. Der Rahmen ist sympathisch individuell und familiär, das ist das Herausragende an den Chemnitzer Opernbällen!“ Hier finden Yin und Yang zu einem harmonischen Ganzen, und deshalb hat das Ehepaar keinen dieser bisher fünfzehn Bälle verpasst. Seit letztem Jahr ist der Tisch 8 zum Lieblingsplatz der Nönnigs auserkoren worden. Von dort aus lässt es sich herrlich auf die Tanzfläche schweben. Am liebsten mag das Paar den echten Wiener Walzer! Und was erwarten beide vom 16. Chemnitzer Opernball? „Wir lassen uns gerne überraschen und sind gespannt auf die Ausstattung, das Ambiente, die Kulinarik. Wir freuen uns riesig auf den gesamten Abend!“ Bereits jetzt wird sehnsüchtig der Bekanntgabe des Termins für 2019 entgegengefiebert, denn Familie Nönnig plant alles andere darum herum. Das absolute Highlight ist und bleibt „unser Chemnitzer Opernball"!

Zwickmühle

Auch wenn das diesjährige Ballmotto die Farbe Rot beinhaltet, sollen Sie nicht in unangenehme Situationen geraten und Ihre Wangen peinlich berührt in rötlichen Nuancen anlaufen. Der Opernball birgt diverse Klippen, die es zu umschiffen gilt. Andererseits können Sie aus dem Vollen schöpfen – eine Chance, die Sie sich nicht entgehen lassen sollten. Sie sehen schon: Wir müssen ein paar Zwickmühlen näher beleuchten. Es beginnt im Vorfeld des Balls: Wen nehme ich mit? Die Begleitung kann zum (Miss-)Erfolg des Events erheblich beitragen. Doch auch mit perfektem Partner sollten Sie nicht versäumen, am Abend mal „Bäumchen, wechsle dich“ zu spielen. Schauen Sie bei anderen Gästen vorbei, unterhalten und amüsieren Sie sich. Aber Vorsicht: Es gehört nicht zum guten Ton, jemandem den Tanzpartner auszuspannen. Einladungen zum Tanz hingegen sollten Sie stets höflich annehmen. Apropos Tanzen: Walzen, steppen und foxtrotten Sie, was das Zeug hält. Doch wie in der Straßenverkehrsordnung sollten Sie auch hier beachten: Vorausschauendes Tanzen ist erwünscht! Beim Essen gilt: Falls Sie Mühe mit einer unfallfreien Essensaufnahme haben, wählen Sie am besten Ihr Outfit farblich passend zum Menü, um mögliche Malheurs gut zu kaschieren. Sehen Sie bitte davon ab, vom Teller Ihres Tischnachbarn zu stibitzen. Streitereien mit Messer und Gabel gehen erfahrungsgemäß nie gut aus. Wenn Sie langsam walzermüde werden und sich nach den Hauspantoffeln sehnen, halten Sie inne: Haben Sie schon Ihr Los für die Tombola gekauft? Ist der eine oder andere Euro Trinkgeld über den Tresen gewandert? Wurde nicht aus Versehen Blumenschmuck oder die Speisekarte in der Handtasche verstaut? Ganz wichtig: Haben Sie wirklich überall getanzt, mitgesungen und vom Mitternachtsbuffet genascht? Die oberste Regel lautet: Keiner geht vor 3.00 Uhr!

PS: Falls noch Nachholbedarf in Sachen Tanzen und Knigge besteht: Die Tanzschule Köhler-Schimmel bietet am 28. Januar 2018 ab 16.00 Uhr im Hotel Chemnitzer Hof für alle Ballgäste einen kostenfreien Tanz-Auffrischungskurs an, der gleichzeitig ein Crashkurs zum Thema Umgangsformen ist.


Das waren die vergangenen Opernbälle

Unforgettable - Unvergesslich

11.02.2017

Gold und Silber

06.02.2016

„Gold und Silber“ – bereits das Motto des 14. Chemnitzer Opernballs ließ erahnen, dass es ein musikalisch und auch optisch glanzvoller Abend werden würde. Das löste sich vollends ein. Schon beim Eintreten in das Vorzelt strahlte den Besuchern des Balls ein Gold- und Silberschatz entgegen, der von einer Blumendekoration aus dem Hause Gartenfachmarkt Richter gekrönt war.

Zu Beginn des Abends wurde gemeinsam mit einem Glas Sekt angestoßen, bevor sich die Türen zum Saal öffneten. 19 Uhr begann das Galaprogramm, das nicht nur durch die Solisten Franziska Krötenheerdt, Levy Sekgapane und Matthias Winter, durch den Dirigenten Felix Bender und die Robert-Schumann-Philharmonie glänzte, sondern auch durch die Moderatorin Katrin Weber. Sie war es auch, die mit dem Bond-Klassiker „Goldfinger“ die Verwandlung von der Konzertbühne zum Ballsaal einleitete: Der Vorhang öffnete sich, für die Gäste wurde der Blick auf die Bühne frei, die in satten Farben strahlte. Ein nachtblauer Teppich war die „Bühne“ der Tische, die über den hochgefahrenen Orchestergraben, die Seiten- und Hinterbühne bis ins Kulissen-Magazin, den „goldenen Salon“, verteilt standen. Kontrastiert wurde jenes Blau mit der blutroten Blumendekoratiseton, in der u. a. Amaryllis, Gerbera und Nelken Akzente setzten.

Nachdem die Gäste Platz genommen hatten, servierte das Catering-Team rund um „alexxanders“-Chef Roland Keilholz das Menü. Nach der Vorspeise, dreierlei Tartar, folgte das Zanderfilet unter einer Kartoffelkruste auf Linsen-Speck-Gemüse, bevor rosa gebratenes Kalbsfilet auf Kohlrabi mit Kartoffelgratin und Portweinjus das Essen abrundete. Währenddessen wanderten die Tombola-Glücksfeen durch das Haus, bei denen die Gäste mit einem Los ihre Chance auf tolle Preise erwerben und mit dem Erlös einen integrativen Kindergarten auf dem Sonnenberg unterstützen konnten.

Kaum war das Essen beendet, griff Stefan Politzka für die Walzereröffnung zum Taktstock. Zusammen mit der Robert-Schumann-Philharmonie, Franziska Krötenheerdt und Matthias Winter (getreu dem Sprichwort „Reden ist Silber, Schweigen ist Gold“ durfte Lehárs „Lippen schweigen“ nicht fehlen), mit dem Ballett Chemnitz und den Debütantinnen und Debütanten eröffnete Generalintendant Dr. Christoph Dittrich den Tanz. Sofort eroberten die Ballgäste im Dreivierteltakt das Parkett. Die Tanzlust war geweckt und konnte auf der Hauptbühne mit dem Wiener Ballorchester Divertimento Viennese und der Chris Genteman Group sowie im Rangfoyer mit Noble Composition und DJ Grundstone ausgelebt werden. Für ein abwechslungsreiches Programm zwischen „Wiener Blut“ und bekannten Hits aus den Charts war gesorgt.

Kurz vor Mitternacht gab Katrin Weber die Gewinner der Tombola* bekannt. Die Euphorie der glücklichen Auserwählten angesichts der Preise, zu denen u. a. zwei weltweite Freiflüge, eine Stylingberatung mit BrockmannundKnödler, ein Wochenende mit einem BMW bei den Thurn und Taxis Schlossfestspielen und ein iPad mit einem Digital-Abo der „Freien Presse“ zählten, war entsprechend groß.

Diesem Höhepunkt folgte der nächste direkt auf dem Fuße mit der Mitternachtsshow, zu der die Disco-Legenden Boney M. feat. Liz Mitchell zu erleben waren. Die Musiker rund um die charismatische Frontsängerin heizten dem Publikum mit ihren bekannten Hits ordentlich ein.

Wer nach all den Highlights eine Stärkung brauchte, konnte beim Mitternachtsbuffet herzhaft oder beim Dessertbuffet im Operncafé süß zu neuen Kräften kommen, um nicht nur auf der Haupt- und Foyerbühne, sondern ab 0.30 Uhr bei DJ Dirk Duske in der Orpheus Bar die Nacht zum Tag zu machen.

Nach und nach verließen die ersten Gäste ab 1.30 Uhr mit der schwarzen Balltüte am Arm das Opernhaus. Um 5.30 Uhr wurde der DJ gesichtet, wie er sich zufrieden auf den Heimweg machte...

Strangers In The Night

07.02.2015

Walzerträume

08.02.2014

Disfruta bailando en la fiesta! (Südamerika)

16.02.2013

Im Land des Lächelns (Asien)

11.02.2012

Land of hope and glory (Großbritannien)

05.02.2011

Éljen a magyar: Es lebe der Ungar! (Ungarn)

06.02.2010

Viva España! (Spanien)

07.02.2009

New York, New York (USA)

02.02.2008

Eine Nacht in Venedig (Italien)

10.02.2007

Zieht euch warm an (Russland)

04.02.2006

Himmel voller Geigen (Wien)

05.02.2005

Paris

Februar 2004

10 Jahre Wiedereröffnung des Opernhauses

01.02.2003

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